Netzwerkplan erstellen: So behalten Sie Ihre IT-Infrastruktur im Blick

Stefan Effenberger

IT-Dokumentation-Experte

zuletzt aktualisiert

04

.

 

April

 

2025

Lesezeit

3 Minuten

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Netzwerkplan erstellen: So behalten Sie Ihre IT-Infrastruktur im Blick

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Netzwerkplan ist eine grafische Darstellung aller relevanten IT-Komponenten und ihrer Verbindungen.
  • Wer einen Netzwerkplan erstellen will, sollte auf automatisierte Tools wie Docusnap setzen, die physische und logische Topologien zuverlässig und aktuell abbilden.
  • Einen Netzwerkplan zu erstellen ist in vielen Branchen Pflicht – etwa nach BSI IT-Grundschutz oder ISO 27001.

Ein mittelständisches Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitern steht plötzlich vor einem kritischen Problem: Ein zentrales Netzwerksegment ist nicht mehr erreichbar, die Telefonanlage ist ausgefallen, E-Mails werden nicht mehr zugestellt. Die IT-Abteilung versucht hektisch herauszufinden, welche Systeme betroffen sind und wo sich die Störung befindet. Doch niemand weiß genau, wie die Komponenten miteinander verbunden sind. Der Netzwerkplan? Veraltet, unvollständig, handgezeichnet – und in irgendeiner Schublade verschwunden.

Diese Situation ist kein Einzelfall. In vielen Unternehmen fehlt ein aktueller und übersichtlicher Netzwerkplan. Dabei ist genau dieser essentiell, um im Ernstfall schnell und gezielt handeln zu können.

Was ist ein Netzwerkplan?

Ein Netzwerkplan (auch Netzwerkdiagramm genannt) ist eine grafische Darstellung aller relevanten IT-Komponenten eines Netzwerks – von Servern über Switches, Router, Firewalls bis hin zu Clients und Druckern. Er zeigt, wie diese miteinander verbunden sind und welche Kommunikationswege existieren. Ein guter Netzwerkplan umfasst nicht nur physikalische, sondern auch logische Verbindungen, VLANs und IP-Strukturen.

Was gehört in einen Netzwerkplan?

Ein umfassender Netzwerkplan sollte sowohl die physische als auch die logische Struktur der IT-Umgebung abbilden (logischer Netzwerkplan und physischer Netzwerkplan). Dazu zählen unter anderem:

  • Netzwerkkomponenten: Switches, Router, Firewalls, Access Points, Modems und Hubs
  • Server und virtuelle Maschinen: Mit Rollen, Betriebssystemen und IP-Konfigurationen
  • Arbeitsstationen und Endgeräte: Inklusive Notebooks, Desktops und mobiler Geräte
  • Verkabelung und Ports: Physische Verbindungen, Patchfelder und Verteilerschränke
  • IP-Adressbereiche und Subnetze: Logische Netzstruktur mit Subnetzmasken und Gateways
  • VLANs: Virtuelle Netzwerke und deren Zuordnung
  • Verbindungen: Zwischen Standorten, VPNs und externe Zugriffspunkte
  • Gerätestatus und Erreichbarkeit: Optional mit Monitoring-Informationen
  • Kommentare und Zusatzinformationen: Verantwortlichkeiten, Wartungsfenster oder Standortangaben

Je nach Zielgruppe und Einsatzzweck kann der Detaillierungsgrad variieren. Für Techniker sind genaue IP-Zuordnungen und Ports essenziell, während das Management meist eine vereinfachte Übersicht der Topologie bevorzugt.

Warum ist das Netzwerkplan erstellen notwendig?

Ein aktueller Netzwerkplan bietet eine Vielzahl an Vorteilen für IT-Abteilungen:

  • Transparenz: Alle Komponenten und Verbindungen sind auf einen Blick ersichtlich.
  • Fehlerbehebung: Bei Störungen kann schnell identifiziert werden, wo das Problem liegt.
  • Planung und Erweiterung: Neue Systeme können gezielt in die bestehende Struktur integriert werden.
  • Sicherheitsanalysen: Schwachstellen und Angriffspunkte lassen sich leichter identifizieren.
  • Dokumentationspflichten: In vielen Branchen ist eine IT-Dokumentation sogar gesetzlich vorgeschrieben (z. B. gemäß BSI IT-Grundschutz)
Übersicht Notwendigkeit Netzwerkplan erstellen
Übersicht der Notwendigkeit des Netzwerkplan erstellen

Netzwerkplan erstellen und wie?

1. Bestandsaufnahme

Der erste Schritt ist die Erfassung aller vorhandenen IT-Komponenten. Hierzu zählen:

  • Server und virtuelle Maschinen
  • Switches, Router, Firewalls
  • Arbeitsstationen und Laptops
  • WLAN-Access Points
  • Drucker, Scanner und weitere Peripheriegeräte

Zusätzlich müssen IP-Adressen, MAC-Adressen, Subnetze und ggf. VLANs dokumentiert werden.

2. Festlegung der Darstellung

Netzwerkpläne können physikalisch oder logisch dargestellt werden:

  • Physikalische Netzpläne zeigen reale Verbindungen zwischen den Geräten.
  • Logische Netzpläne zeigen Netzwerkbereiche, Kommunikationswege, VLANs oder Routing.

3. Verwendung geeigneter Tools

Die manuelle Erstellung von Netzwerkplänen mit Zeichenprogrammen wie Visio ist zeitaufwendig, fehleranfällig und schwer aktuell zu halten. Automatisierte Tools wie Docusnap bieten hier entscheidende Vorteile.

Übersicht: Wie erstellt man einen Netzwerkplan
Übersicht: Wie geht man beim Netzwerkplan erstellen vor

Worauf sollte man beim Netzwerkdiagramm erstellen achten?

Beim Netzwerkdiagramm erstellen sind folgende Aspekte wichtig:

  • Aktualität: Ein Netzwerkplan ist nur so gut wie sein letzter Stand. Regelmäßige Updates sind Pflicht.
  • Details: Je nach Zweck sollte der Plan unterschiedliche Details zeigen. Für die Fehlersuche sind z. B. IP-Adressen und MAC-Adressen relevant, für die Management-Ebene genügt eine übersichtliche Topologie.
  • Sicherheit: Vertrauliche Informationen sollten geschützt oder anonymisiert werden.
  • Zugänglichkeit: Der Netzwerkplan muss für autorisierte Personen leicht zugänglich sein.

Gesetzliche und normative Anforderungen

Gerade in regulierten Branchen (z. B. Finanzwesen, Gesundheitssektor, KRITIS-Unternehmen) ist eine vollständige und aktuelle IT-Dokumentation zwingend erforderlich. Der BSI IT-Grundschutz fordert explizit eine Netzwerkdokumentation zur Absicherung der Infrastruktur. Auch Normen wie ISO/IEC 27001 betonen die Notwendigkeit strukturierter IT-Dokumentation. Ein professionell erstellter Netzwerkplan ist daher nicht nur hilfreich, sondern oft auch Voraussetzung für Audits und Zertifizierungen.

Mit unserer Software Docusnap erstellen Sie in wenigen Schritten vollautomatisierte und detaillierte Netzwerkpläne, die eine lückenlose Dokumentation Ihrer Netzwerktopologie gewährleisten.

Vorteile des Netzwerkplan erstellens mit Docusnap:

  • Automatisierte Erfassung: Docusnap scannt Ihre Umgebung und erkennt Geräte, Verbindungen und Kommunikationswege automatisch.
  • Grafische Aufbereitung: Die erfassten Daten werden in übersichtlichen Plänen visualisiert, inklusive VLANs und Subnetzen.
  • Regelmäßige Aktualisierung: Netzwerkpläne können automatisch in regelmäßigen Intervallen aktualisiert werden.
  • Zugriffssteuerung: Sensible Daten können durch differenzierte Rechtevergabe geschützt werden.
  • Export und Integration: Netzwerkpläne lassen sich in verschiedene Formate exportieren (z.B. PDF oder Visio) oder in andere Dokumentationen (z. B. IT-Handbuch, IT-Grundschutz-Module) integrieren.

Mehr zum Thema Docusnap - die Software zum Netzwerkplan erstellen lesen Sie hier.

Fazit: Netzwerkdiagramm erstellen ist das Fundament für Transparenz, Effizienz und Sicherheit

Das Netzwerkplan erstellen ist weit mehr als ein "Nice to have". Es ist das Fundament für Transparenz, Effizienz und Sicherheit in Ihrer IT. Statt sich auf veraltete manuelle Zeichnungen zu verlassen, bietet eine automatisierte Lösung wie Docusnap die Möglichkeit, jederzeit auf aktuelle Netzwerkdiagramme zuzugreifen – und das ohne zusätzlichen Aufwand für die IT-Abteilung.

Neugierig? Dann probieren Sie Docusnap in Ihrer eigenen Umgebung aus.

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